Mit seiner Supply Chain Beratung unterstützt AZentron Solutions Unternehmen dabei, ihre Lieferkette als Ganzes zu steuern – über die eigenen Abteilungen hinaus, mit Lieferanten, Logistikpartnern und Kunden, bis zu den vor- und nachgelagerten Stufen, auf die Sie keinen direkten Einfluss haben. Im Mittelpunkt stehen Resilienz, Transparenz, Cyber-Sicherheit und eine nachhaltige Wertschöpfungskette.
Die meisten Störungen entstehen nicht dort, wo sie sichtbar werden. Ein Engpass beim Vorlieferanten Ihres Lieferanten, ein Cyberangriff auf einen Logistikdienstleister oder ein gesperrter Transportkorridor erreichen Ihr Lager erst Wochen später – dann aber mit voller Wucht. Wer nur die eigenen Bereiche optimiert, reagiert. Wer die gesamte Kette kennt, kann steuern.
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✓ Acht Jahre Director Supply Chain Management im internationalen Handel (HOFER, 2017–2025)
✓ Über 500 Mio. € Investitionsvolumen aus der Netzwerkplanung für fünf Länder
✓ Über zehn Jahre in internationalen Matrixorganisationen, die alle Unternehmensbereiche eines internationalen Großkonzerns umfassen
✓ Gewerberechtliche Geschäftsführung Warehousing mit Risiko- und Haftungsverantwortung
Jeder Bereich optimiert nach seinen eigenen Kennzahlen – und genau das erzeugt Zielkonflikte, die nur im Ganzen sichtbar werden:
✓ Bestände senken entlastet das Kapital, kann aber die Versorgungssicherheit gefährden, wenn ein kritischer Lieferant ausfällt.
✓ Der günstigste Lieferant spart im Einkauf, erhöht aber unter Umständen Abhängigkeit, Transportdistanzen und CO₂-Emissionen.
✓ Volle Lkw senken die Transportkosten, verlängern aber Lieferintervalle und belasten Frische und Servicegrad.
✓ Mehr digitale Vernetzung schafft Transparenz – und gleichzeitig neue Angriffsflächen über Schnittstellen zu Partnern.
✓ Retouren werden oft getrennt betrachtet, obwohl sie Bestände, Lagerkapazität und Kosten in der Vorwärtskette direkt beeinflussen.
Diese Zielkonflikte lassen sich nicht in einer Abteilung lösen. Sie verlangen eine gemeinsame Sicht auf Kosten, Lieferfähigkeit, Risiko und Nachhaltigkeit – und klare Regeln, wer im Zielkonflikt entscheidet.
Für die Gesamtsteuerung unterscheide ich drei Wirkungskreise. Für jeden gilt eine andere Frage: Was können wir gestalten, was vereinbaren, worauf müssen wir vorbereitet sein?
Einkauf, Produktion, Lager, Transport und Vertrieb. Hier gestalten Sie Prozesse, Bestände, Kennzahlen und Verantwortlichkeiten selbst – und legen fest, wie die Bereiche gemeinsam planen und entscheiden.
Mit direkten Partnern steuern Sie über Verträge, Servicelevels, gemeinsame Planung und Datenaustausch. Dazu gehören auch Rückflüsse wie Retouren, Ladungsträger und Leergut.
Sub-Lieferanten in der zweiten und dritten Stufe, Rohstoff- und Energiemärkte, Häfen und Transportkorridore, Regulierung und geopolitische Ereignisse. Diese Faktoren können Sie nicht steuern – aber sichtbar machen, bewerten und Ihre Reaktion vorbereiten. Genau hier entstehen die Störungen, die Unternehmen am härtesten treffen.
Resilienz bedeutet nicht, überall Puffer aufzubauen. Sie bedeutet zu wissen, wo eine Störung Ihre Leistungserbringung gefährdet – um dort gezielt vorzusorgen.
✓ Abhängigkeiten sichtbar machen: Single- und Sole-Source-Lieferanten, gemeinsame Vorlieferanten mehrerer Lieferanten, kritische Standorte und Transportwege.
✓ Lieferantenrisiko bewerten: Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung, Wiederanlaufzeit des Lieferanten und Ihre eigene Überbrückungsfähigkeit.
✓ Alternativen vorbereiten: Ersatzlieferanten, externe Produktionskapazitäten und Logistikpartner nach Kapazität, Vorlaufzeit, Kosten und Risiko bewerten.
✓ Puffer gezielt setzen: Sicherheitsbestände dort, wo das Risiko es rechtfertigt – nicht pauschal über das ganze Sortiment.
✓ Szenarien und Notfallpläne: Wer entscheidet was, wenn ein Lieferant, ein Standort oder ein System ausfällt?
Die Lieferkette ist digital: Bestellungen über EDI, Lieferavis im Kundenportal, Zugänge von Dienstleistern zu WMS und Transportmanagement. Ein Angriff auf einen Partner kann Ihre Infrastruktur stilllegen, auch wenn Ihre eigene IT gut geschützt ist.
Mit der NIS-2-Richtlinie, in Österreich umgesetzt durch das NISG 2026, wird die Sicherheit der Lieferkette zur Pflicht für betroffene Unternehmen. Diese geben die Anforderungen an ihre Lieferanten und Dienstleister weiter, auch wenn die Lieferanten selbst nicht unter das Gesetz fallen.
Ich verbinde dabei die operative Logistik mit der IT-Sicherheit:
✓ kritische Schnittstellen und Datenflüsse zu Partnern erfassen und bewerten
✓ Sicherheitsanforderungen in Lieferantenauswahl, Verträgen und Einkaufsbedingungen verankern
✓ Notbetrieb planen: Wie liefern Sie weiter, wenn ein System oder ein Partner ausfällt?
✓ Abstimmung mit Ihrer IT, Ihrem Informationssicherheitsbeauftragten und externen Spezialisten
Wenn Einkauf, Lager und Transport mit unterschiedlichen Zahlen arbeiten, fehlt die Grundlage für schnelle Entscheidungen. Gesamtsteuerung braucht eine gemeinsame, aktuelle Sicht auf die Kette.
Sendungsverfolgung, Temperaturdaten in der Kühlkette, Füllstände und Statusmeldungen von Partnern machen sichtbar, was heute oft erst bei der Anlieferung auffällt. Entscheidend ist nicht die Menge der Daten, sondern dass die richtigen Daten die richtigen Entscheidungen auslösen.
Ein Supply Chain Control Tower bündelt Daten aus allen Stufen, zeigt Abweichungen früh an und legt fest, wer wie reagiert. Er ist zuerst eine Organisationsfrage – Kennzahlen, Verantwortlichkeiten, Eskalationsregeln – und erst dann eine Softwarefrage. Ich empfehle, mit wenigen kritischen Warenströmen zu beginnen und den Control Tower schrittweise auszubauen.
Retouren, Mehrweg-Ladungsträger, Leergut, Rücknahmen und Entsorgung sind keine Nebensache. Sie binden Lagerfläche und Personal, verursachen Transporte und entscheiden, wie schnell Ware wieder verfügbar ist. Ich plane Rückflüsse gemeinsam mit der Vorwärtskette – mit klaren Prozessen, Kennzahlen und Kosten.
Bei vielen Handels- und Industrieunternehmen entsteht der größte Teil der Emissionen nicht am eigenen Standort, sondern in der vor- und nachgelagerten Lieferkette (Scope 3). Gleichzeitig fragen Kunden und Banken zunehmend Daten an – auch bei Unternehmen, die selbst nicht berichtspflichtig sind.
Transporte, Lagerenergie, Kühlung, Verpackung und Ladungsträger werden mit belastbaren Daten erfasst – auch von Lieferanten und Logistikpartnern.
Netzwerk- und Standortstruktur, Auslastung, Verkehrsträger, Energieeinsatz in Kühl- und Tiefkühllagern sowie Mehrwegkreisläufe. Viele dieser Maßnahmen senken Kosten und Emissionen gleichzeitig.
CO₂ wird neben Kosten, Servicegrad und Risiko zur gleichwertigen Steuerungsgröße – und fließt in Lieferantenauswahl und Investitionsentscheidungen ein.
Wir erfassen Warenströme, Partner, Standorte und Rückflüsse – bis zu den kritischen Sub-Lieferanten. Sie erhalten eine Landkarte Ihrer Supply Chain mit den wesentlichen Abhängigkeiten.
Abhängigkeiten, Kostentreiber, Cyber-Schnittstellen und Emissionen werden gemeinsam bewertet. Ergebnis ist eine priorisierte Liste der Risiken und Hebel – mit den Zielkonflikten, die zu entscheiden sind.
Gemeinsame Kennzahlen, Verantwortlichkeiten, Eskalationsregeln und – wo sinnvoll – ein Control Tower. Einkauf, Logistik, Vertrieb und IT arbeiten mit einer gemeinsamen Datenbasis.
Maßnahmen werden umgesetzt, Partnerverträge angepasst und Notfallpläne geübt. In regelmäßigen Reviews prüfen wir, ob die Steuerung wirkt. Zum Abschluss übergebe ich an Ihr Team.
Als Director Supply Chain Management im internationalen Handel habe ich Netzwerkplanung, Lagerstandorte, Automatisierung und Digitalisierungsprogramme über mehrere Länder verantwortet – mit Einkauf, Vertrieb, IT und externen Partnern an einem Tisch. Diese bereichsübergreifende Sicht bringe ich in Ihr Unternehmen ein.
Supply-Chain-Mapping, Resilienz- und Risikoanalyse als Entscheidungsgrundlage.
Aufbau von Control Tower, Lieferantenrisikomanagement oder Netzwerkumstellung.
Supply-Chain-Leitung auf Zeit, etwa in einer Krise oder bei einer Vakanz.
Im Erstgespräch klären wir, wo der größte Hebel für Ihre Gesamtsteuerung liegt.
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Supply Chain Resilienz ist die Fähigkeit einer Lieferkette, Störungen vorherzusehen, abzufedern und sich schnell davon zu erholen. Sie entsteht durch Transparenz über Abhängigkeiten, vorbereitete Alternativen, gezielte Puffer und klare Entscheidungsregeln.
Ein Supply Chain Control Tower ist eine zentrale Steuerungseinheit, die Daten aus allen Stufen der Lieferkette zusammenführt, Abweichungen früh meldet und Reaktionen koordiniert. Er besteht aus Organisation, Prozessen und Kennzahlen – die Software ist nur ein Teil davon.
Durch ein Supply-Chain-Mapping: Kritische Lieferanten werden nach ihren eigenen Vorlieferanten, Produktionsstandorten und Transportwegen befragt. So zeigt sich zum Beispiel, wenn mehrere Ihrer Lieferanten vom selben Vorlieferanten abhängen.
NIS2 verpflichtet betroffene Unternehmen, die Sicherheit ihrer Lieferkette zu steuern. In Österreich gilt dafür das NISG 2026. Betroffene Kunden geben diese Anforderungen an ihre Lieferanten und Dienstleister weiter – daher sind auch Unternehmen gefordert, die selbst nicht unter das Gesetz fallen.
Reverse Logistics umfasst alle Rückflüsse in der Lieferkette: Retouren, Mehrweg-Ladungsträger und Leergut, Rücknahmen, Reparatur und Wiederaufbereitung sowie Entsorgung und Recycling.
Scope-3-Emissionen entstehen außerhalb des eigenen Unternehmens in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette – etwa durch Transporte von Dienstleistern, eingekaufte Waren und Verpackungen. Bei vielen Unternehmen machen sie den größten Teil der Emissionen aus.
Ja. Gerade mittelständische Unternehmen hängen oft von wenigen Schlüssellieferanten oder Logistikpartnern ab. Der Einstieg muss nicht groß sein: Ein Mapping der kritischsten Warenströme zeigt meist schon die wichtigsten Risiken und Hebel.